Westallgäu Plus – Experten-Tipp: Fehler bei der Geldanlage

Manuela Klüber-Wiedemann    März 24, 2018

Fehler bei der Geldanlage

Wer Geld anlegen will, sucht nach Sicherheit und Rendite. Im Dschungel unendlicher Möglichkeiten, Heerscharen von Anbietern und Verkäufern und im Umfeld von Null-Zinsen ist es nicht einfach, sich zu orientieren.

Die Gefahren sind einerseits Kapitalverlust durch Infl ation auf niedrig verzinsten Konten (oder Minus-Zinsen) und andererseits, sich an kostspieligen Investments die Finger zu verbrennen. Sehr viele Bankprodukte, Zertifikate, Misch- und Dachfonds kosten mehr als sie bringen, und das Schwankungs-Risiko
liegt beim Anleger. Alles Geld in überteuerte Immobilien zu stecken oder Nicht-Anlegen ist auch keine Lösung. Bei hohen Anlagesummen ist es elementar wichtig, eine Strategie zu entwickeln. Es gilt, die schlimmsten Fehler bei der Geldanlage zu vermeiden:

  1. Angst und Gier: Ohne Strategie und planlos einerseits auf „Sicherheit“ setzen und andererseits in hochspekulative Anlageformen (Bitcoins, einzelne Themen/Märkte China, Afrika, usw.) investieren und hoffen, dass es gut geht.
  2. „Geheimtipps“: Anlagetipps aus Internet/ Börsenbriefen befolgen und auf „Gurus“ hören.
  3. Kästchendenken: Nur einzelne Summen betrachten und nicht das Gesamt-Vermögen im Blick zu haben.
  4. Hohe Summen für sehr lange Zeit unverzinst lassen: Wer nicht anlegt, verliert jedes Jahr mindestens 2 Prozent an Kaufkraft.
  5. Streuung von Vermögen und Kosten der Geldanlage unbeachtet lassen: Aktien erzielen langfristig (VOR Kosten) 10 bis 12% Rendite pro Jahr – damit verbunden sind meist kurzfristige Schwankungen von +/- 40%. Leider machen viele Anleger die Erfahrung, dass sie trotz eingegangener Risiken nicht mit der entsprechenden Rendite belohnt werden. Dafür verantwortlich sind die beiden Faktoren: KOSTEN und PRODUKTQUALITÄT.
  6. Klumpenrisiken eingehen: Viele Stück Aktien oder Anleihen von wenigen Firmen aus nur einem Land anstelle wenige Stück Aktien und Anleihen von tausenden Firmen weltweit aller Themen und Branchen. Oder die selben Fonds oder Aktien in sämtlichen Depots und Fonds-Policen.
  7. Kopf-in-den-Sand-Strategie: Lieber nicht genau hinsehen und nachrechnen… Frustriert hinnehmen, in Fonds investiert zu sein, die seit Jahren weniger bringen als sie kosten – obwohl die Märkte gut gelaufen sind und die Schwankungsrisiken vom Anleger getragen wurden.
  8. Auf Lockangebote mit „Garantie- Zins“ hereinfallen, ohne detailliert nachzurechnen – die Rechnung geht nämlich nie auf (jedenfalls nicht für den Anleger).
  9. Verkaufs-Storys über tolle Chancen mit exotischen Beteiligungen Glauben und Geld schenken. In 99 % aller Fälle verlieren Anleger bei geschlossenen Beteiligungen Geld – egal, in welcher Anlageklasse so investiert werden soll (Immobilien, Solar, Geothermie, Edelholzwälder, Blockheizkraftwerke, Infrastruktur, Schi e, Medien usw.
  10. Verschwörungstheoretikern und Weltuntergangspropheten Glauben schenken und sich in Negativ- und Angst-Denken versteigen anstelle sich mit seriöser Fachliteratur zu beschäftigen und positive Erfahrungen sammeln.
  11. Um unabhängige Beratungsstellen, Verbraucherzentralen, Honorar-Finanzberater und Sachverständige für Kapitalanlagen und Altersvorsorge einen großen Bogen machen…

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