Westallgäu Plus – Experten-Tipp: Steigende Zinsen

Manuela Klüber-Wiedemann    April 21, 2018

Steigende Zinsen

Diese Schlagzeile lässt die Herzen aller Anleger höher schlagen … und die Knie der Häuslebauer zittern

Bei genauerem Hinsehen kann man aber schnell erkennen, dass es nicht um die „guten alten Zinszeiten“ geht, als es noch Zinsen jenseits der 5% gegeben hat… sondern dass sich die Zins-Erhöhungen im Null-Komma-Bereich abspielen und auch weiterhin abspielen werden. Auf Jahrzehnte ist nicht absehbar, dass es in Europa wieder wirklich hohe Zinsen auf Spareinlagen geben wird. Einerseits ist das schlecht für die Sparer, andererseits gut für die Häuslebauer, da die Darlehenszinsen auch auf lange Sicht nicht stark ansteigen werden. Obwohl es auch im Baugeld in letzter Zeit zu einer leichten Erhöhung der Zinsen gekommen ist, ist das Zinsniveau für Darlehensnehmer sehr attraktiv.

Tabelle dient als Beispiel-Grafik und ist deshalb ohne Währungsangabe (früher DM jetzt Euro), es wurden die Zinskonditionen für 10 Jahre Zinsfestschreibung und 60% Beleihungswert angenommen. Quelle: www.baufi 100.de/seiten/zinsentw.htm

Die Botschaft ist klar: Nie war es einfacher, sich Immobilienbesitz zu fi nanzieren. Das ist ein Trost für die zuletzt sehr stark gestiegenen Immobilienpreise – dennoch können sich heute mehr Menschen Wohneigentum leisten als in früheren Zeiten. Die Zinsersparnis kann entweder zum höheren Tilgen genutzt werden oder um einen (freiwilligen, fl exiblen und jederzeit zugänglichen) zusätzlichen Sparplan für Sonder-Tilgungen oder Unvorhergesehenes aufzubauen.

Tipp: So wenig Kapital wie möglich als monatliche „MUSS-Belastung“ für Zins und Tilgung aufwänden, sondern lieber eine „KANN-Belastung“ simulieren. Bausparen ist nicht fl exibel und zwingt zu hohen Tilgungen. Normale Annuitätendarlehen sind für diese Art der Finanzierung die sinnvollere Empfehlung.

Für Häuslebauer sind steigende Zinsen kein Grund zur Freude.

 

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