Westallgäu Plus – Finanztipps: Verluste sind garantiert

Manuela Klüber-Wiedemann    Mai 22, 2017

Die Angst der Anleger, zum falschen Zeitpunkt das Falsche gekauft zu haben, sitzt tief. Zu oft kam es vor, dass Anleger schon Verluste erlebt haben. Die offensichtlichen und gravierendsten Fälle – oft mit Totalverlust – sind sicher Schiffsbeteiligungen, Schneeballsysteme, Steuersparmodelle, Ost-Immobilien, Gas-/Ölbeteiligungen, Genussrechte oder atypisch stille Beteiligungen, Zertifikate oder Optionsscheine, „heiße Geheimtipps“ von bestimmten Aktien oder Werten, usw. Doch noch viel schlimmer, weil es so gut wie alle Anleger betrifft, ist das Alltägliche. Vor allem konservative Anleger haben Rentenfonds, Immobilienfonds, Mischfonds, Anleihen-Garantie-Fonds, Dachfonds, Multi-Asset-Fonds, Absolute-Return-Fonds oder Vermögensverwaltungen, Zertifi kats-Konstruktionen usw. empfohlen bekommen. Oft mit vielversprechenden Namen wie „Garant“ „Konservativ“ „Struktur“ „Wachstum“ „Ausgewogen“ „Strategie“ „Chance“. Doch Vorsicht: deren gemeinsamer Nenner: sehr hohe Kosten bei oft schlechter Rendite. Die in Prospekten ausgewiesene Wertentwicklung ist vor Kosten. Verwundert reiben sich Kunden die Augen, die seit vielen Jahren Fonds mit Aktienanteilen besitzen oder fondsgebundene Policen zur Altersvorsorge haben, die noch immer nicht den Wert des eingezahlten Geldes enthalten (wegen superteurer und schlechter Fonds und horrender Kosten).

Beispiel eines Banken-Fonds

Beispiel eines großen, üblichen Banken-Fonds (ca. 700 Mio Volumen) aus der Kategorie „Strategie Konservativ“: Wertentwicklung vor Kosten seit fünf Jahren: Jedes Jahr Verlust von -1,55 %. Dazu kommen noch die Kosten von 1,33 % p.a. Macht also für den Anleger einen Gesamt-Verlust von minus 2,88 % pro Jahr! Vom selben Anbieter gibt es einen 1,6 Mrd. großen „ausgewogenen“ Dachfonds, der 2,03% p.a. kostet und seit 15 Jahren eine Wertentwicklung von + 3,85% hat. Das bedeutet, dass die Kunden seit 15 Jahren eine Netto-Wertentwicklung von gerade mal 1,82 % p.a. erzielt haben, obwohl die Schwankungen von 50 % Aktien in Kauf genommen wurden. Das hatte sich der Anleger sicher anders vorgestellt. Wer sich davor schützen möchte, sollte sich unbedingt unabhängig beraten lassen und in einen Depotcheck und Zweitmeinungsservice investieren. Das kostet zwar Geld, könnte aber zur sinnvollsten und wichtigsten Investition werden. Unabhängige und verbraucherorientierte Beratung gibt es bei uns.

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Verluste sind garantiert