Inflation akzeptieren – Mediengeschrei ignorieren – richtig handeln

Lindauer Bürgerzeitung - Expertentipp
Ausgabe 08/2022

Die Medien-Industrie fokussiert sich auf ein Thema und dieses plärrt dann rund um die Uhr aus allen Kanälen. Doch wozu soll es gut sein, die Bevölkerung gegen Politik, Länder, Wirtschaft, Personen etc. aufzuhetzen, Verunsicherung und Angst zu verbreiten?

Worin liegt unser Erkenntnisgewinn zu erfahren, wie hoch heute die Inflation im Vergleich zu gestern ist? Innerhalb einer Woche lese ich, dass Gas erst doppelt, dann dreifach, vierfach oder gar siebenfach teurer werden wird als bisher. Und muss ich wirklich über jeden Satz der Kriegsparteien informiert werden? Und nein – wir haben keine Wiederholung von 1923 oder 1945 zu erwarten, keine Hyperinflation und auch keine Hungersnöte in Deutschland!

Wir wussten doch längst, dass es nicht immer so weitergehen kann: Ausbeutung von Mensch, Tier und Natur, Niedriglöhne, Billig-Massen-Produktion, Geiz-ist-geil-Mentalität, Lebensmittelverschwendung, Billig-Flüge (ein Flug nach London war billiger als ein Zugticket nach Köln) usw.
Dazu ständig Krisen: Euro-Rettungschirm-, Banken-, Umwelt-, Corona-Krise... Die Folgen wurden für uns abgefedert durch Niedrigzins-Politik und jahrzehntelang niedrige Inflation.

Ausblick:

Für unseren Alltag brauchen wir unseren klaren Menschenverstand und bodenständiges Verhalten. Deutschland hatte im internationalen Vergleich die geringsten Lebensmittel- und Energiepreise im Verhältnis zum Einkommen – das ändert sich nun. Wir können uns etwas weniger leisten, vielleicht wird es ein bisschen wieder so wie in den 70-er/80-er Jahren. Immobilien hatten je nach Lage seit 15 Jahren jährliche Preissteigerungen
zwischen drei und neun Prozent. Einige Übertreibungen und Extreme (Gas, Öl, Immobilien usw.) werden sich im Laufe der Zeit wieder abschwächen
und normalisieren. Gehälter werden steigen, Zinsen angepasst, Inflation wird sich einpendeln und die Wirtschaft sich erholen.

Fazit:

Sie sollten das Medien-Geschrei ignorieren! Ein Wochenrückblick der öffentlich-rechtlichen Medien genügt meiner Ansicht nach für einen Überblick. Seriöse Fakten gibt’s auch bei Verbraucherzentralen.

Kurz- und mittelfristig:
Durststrecken akzeptieren/überwinden, Konsumverhalten anpassen! Kapitalanlagen auf Wirtschaftlichkeit und Sinnhaftigkeit überprüfen! Alle mit hohen Kosten und geringen Rendite-Chancen verlieren langfristig massiv an Wert. Der beste Vermögensschutz sind auf Langfristigkeit ausgelegte, kostengünstige krisen- und inflationsgesicherte ETF-Wertpapier-Depots mit mindestens 60 Prozent Aktienquote – gestreut auf viele tausend verschiedene Aktien. Die Wertpapiere nach Profitabilität und nicht nach dem Börsenwert (Marktkapitalisierung) gewichten!

Einen Depot-Check gibt‘s in Lindau zum Beispiel bei Ruhestandsplaner Bodensee.

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