Welche Risiken bringt die Inflation?

Die Allgäuerin - Finanztipps
Ausgabe 03/2022

Die Inflation gilt als eine der Urängste der Deutschen. Sie liegt derzeit auf dem höchsten Stand seit fast 30 Jahren – bei 5 %. Was die Hintergründe sind – und welche Folgen das für Sparer, Anleger und Verbraucher hat.

Nach 20 Jahren Niedrig-Inflation, massiver Geldschwemme, und dazu noch Corona-Folgen ist nun – erwartungsgemäß – die Inflationsrate auf 5 % gestiegen. Sie markiert neben den Zins-Entscheidungen der EZB und den USA das Ende der lockeren Geld-Politik. Volkswirtschaften durchlaufen seit Jahrhunderten Wirtschafts-Zyklen – und das wird auch immer so bleiben. 1985 kostete eine Kugel Eis 30 Pfennig (15 ct), heute 1,- €. Das entspricht einer Teuerungs-Rate (Inflation) von 5,2 % pro Jahr!

Die Inflation in Deutschland lag in den Jahren 1972 bis 1987 bei 4,07 %. Sparer erhielten im Durchschnitt 5,66 % Guthabenzinsen. Nach Abzug von Steuern (35 %) und Inflation (4,07 %) entsprach das einer Netto-Real-Rendite von -0,39 %. Gleichzeitig erwirtschafteten Durchschnittlich intern. Aktienfonds eine Rendite von 10,07 % pro Jahr. (siehe Grafik im PDF, Quelle: FVBS-Edi-Soft)

Bei 5 % Inflation halbieren sich Geldwerte innerhalb von 15 Jahren

Historisch noch nie da gewesen ist die Kombination hohe Inflation/null Zinsen. Das bedeutet einen realen Wertverlust von 5 % pro Jahr und eine Halbierung der Kaufkraft von Geldvermögen innerhalb von 15 Jahren! Innerhalb 30 Jahren wäre die Geldflut aus dem Markt verschwunden. Wahrscheinlich pendelt sich die Inflation bei 3 bis 5 % ein. Für konservative, langlaufende Altersvorsorge- und Anlageprodukte ist das katastrophal. Klassische Rentenversicherungen, Bauspar- oder Sparverträge, Immobilienfonds, Festgelder, Mischfonds, usw. haben auch aufgrund hoher Kostenquoten keine Chance, Renditen über der Inflationsrate zu erwirtschaften. Nur GELD-Werte sind von der hohen Inflation in starkem Maße betroffen und verlieren langfristig ihre Kaufkraft. Die wichtigste Alternative aus diesem Dilemma sind Sachwerte, wie Aktien. Langfristig sicher und günstig sind sie innerhalb breit gestreuten Welt-Sachwert-ETF-Fonds.

Langfristige Ausrichtung bei Aktien wichtiger denn je!

Es müssen hohe Schwankungen, auch über längere Zeiträume, hingenommen werden. Dazu braucht es Geduld und viel Zeit. Aber trotz alledem wird langfristig das Renditeziel erreicht! Siehe Grafik im PDF.

Tipp

Ziele, Rendite-Erwartung und Anlagestrategie sinnvoll festlegen. Breit gestreut in günstige ETFs/Fonds investieren und es auch bleiben. Disziplin und Nerven bewahren. Konsequent Abschwünge für Nach-Investitionen nutzen.

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