Angstmachern keine Chance geben

Lindauer Bürgerzeitung - Expertentipp
Ausgabe 02/2022

Angebliche Experten, Edelmetall-Verkäufer und Crash-Propheten kündigen seit Jahrzehnten den Total-Zusammenbruch des gesamten Weltwirtschafts- und Finanzsystems an – aber er wird nicht kommen.

Vielleicht hilft es aufzuzählen, was wir in den letzten 50 Jahren schon alles er- und überlebt haben: Ölkrise, Kuba- Krise, Tschernobyl, schwarzer Montag, Dotcom-Spekulationsblase, 11. September-Terror, Finanz-Bankenkrise aufgrund Lehmann-Pleite und USAImmobilienblase, Fukushima, den angekündigten Weltuntergang zur Jahrtausend-Wende 1999/2000 und Corona. Denken wir das Thema einfach mal zu Ende…

Alle Menschen als Selbstversorger? Wir – jeder einzelne Mensch – sind Konsumenten und Verbraucher von Waren/Dienstleistungen von Unternehmen, Landwirtschaft, Handwerk, usw. Würden bei einem Total- Kollaps plötzlich alle Währungen weltweit wertlos? Gingen alle Firmen weltweit pleite? Nur in solch einem Fall könnten Aktien wertlos werden. Wer würde dann noch Arbeit haben, wer Miete zahlen? Wer würde Nahrung, Energie, Medizin, Kommunikation, Technik, usw. herstellen? Würden alle acht Milliarden Menschen zu Selbstversorgern?

Denkbar ist ein Total-Zusammenbruch nur bei einer globalen Klimakatastrophe, einem Atom-Weltkrieg oder einer megatödlichen Pandemie. Es herrschten Anarchie und Chaos. Und die Rettung wären dann Silber-, Gold- oder Palladium- Nuggets oder virtuelle Währungen oder Whisky-, Gin-, Wald-Investments – mit Zertifikaten auf Land/Gas usw. – wie es manche Crash-Propheten empfehlen? Sicher nicht.

Turbulenzen ja – Kollaps nein Es kommt irgendwann sicherlich zum Platzen diverser Spekulationsblasen, überbewerteter Aktien, von Kryptowährungen, Derivaten, Zertifikaten usw. Das führt zu Schwankungen und Turbulenzen am Kapitalmarkt, aber auf lange Sicht – und nur so muss man es sehen – wird die Menschheit durch Technologie, Fortschritt, Wissenschaft und Fleiß jede Krise meistern und ihr Überleben sichern.

Es nützt alles nichts, wir müssen uns auf ungemütliche Zeiten in Sachen Geld einstellen – aber es gibt auch immer eine Lösung. Man ist dem Sturm nicht hilflos ausgesetzt, man braucht das richtige Schiff, einen erfahrenen Steuermann und man muss die Segel richtig setzen.

Deshalb: Blicken Sie optimistisch in die Zukunft und geben Sie Angstmachern keine Chance!
Unstrittig ist: In den nächsten Jahren wird durch hohe Inflation und die Zinspolitik die Geldschwemme der letzten 20 Jahre wieder aus den Märkten genommen. Auch müssen die horrenden Pandemiekosten von der Allgemeinheit abgetragen werden. Das geht ganz sicher zulasten der Sparer, Lebensversicherungen, Bausparer, Tagesgeld-, Girokonto-, Sparbuch- und Bargeld- Besitzer. Geldanleger verlieren allein durch Inflation Jahr für Jahr zwischen zwei und fünf Prozent an Kaufkraft. Bei zwei Prozent Inflation halbiert sich die Kaufkraft innerhalb von 30 Jahren, bei fünf Prozent Inflation schon nach 15 Jahren. Deshalb ist Handlungsbedarf gegeben und die Sparer müssen zu Investoren und Anlegern werden. Neben hoher Inflation und Minuszins- Politik sind angedacht und werden wahrscheinlich kommen:

→ eine Corona-Sonderabgabe auf Geldvermögen, z. B. 20% auf alles über einem bestimmten Schonvermögen (gab es schon öfter mittels Währungsreformen)
→ Gold-Verbote (schon öfter praktiziert)
→ Lastenausgleichsabgabe oder Sondersteuern auf Immobilien
→ Steuererhöhungen
→ Bargeld-Zahlungs-Beschränkungen
→ ...

Beachten: Silber, Palladium, Kryptowährungen, NFTs und sonstige exotische Anlageformen sind Spekulation und taugen nicht zum Vermögensaufbau
oder zur Altersvorsorge. Beim Kauf von Fonds, Fonds-Vermögensverwaltungen, Fonds-Policen unbedingt auf die Kosten achten! Keine Ausgabeaufschläge akzeptieren! Infos gibt es bei Verbraucherzentralen, bei www.finanztip.de und www.finanzfluss.de oder in Lindau bei Ruhestandsplaner Bodensee.

Langfristigen Vermögenserhalt, Vermögensaufbau und somit Sicherheit bieten ausschließlich inflationsgeschützte Sachwerte-Anlageklassen. Die drei solidesten und wichtigsten sind: Immobilien, Aktien und Gold
Basis: selbstgenutzte Immobilie
Aktien: nur als sehr breite Mischung über viele tausende von Aktien innerhalb kostengünstiger ETFs
Gold: nur als Beimischung – rein physisch in Form von Münzen oder registrierten Barren – max. 5% des Vermögens

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